Hokkaido Kürbis pflanzen – Aussaat, Standort, Pflege & Ernte
Hokkaido Kürbis lässt sich auch im eigenen Garten erstaunlich unkompliziert pflanzen. Wichtig sind vor allem ein warmer, sonniger Standort, ausreichend Platz, nährstoffreiche Erde und eine gleichmäßige Wasserversorgung. Wer früher ernten möchte, zieht die Pflanzen bereits im Frühjahr im Haus vor. Eine Direktsaat ins Freiland ist dagegen erst nach den letzten Frösten sinnvoll.
In unserem Ratgeber zeigen wir Schritt für Schritt, wann Sie Hokkaido Kürbis aussäen und pflanzen, wie Sie ihn aus Samen vorziehen, welcher Pflanzabstand sinnvoll ist und wie der Anbau im Topf oder Hochbeet gelingt. Außerdem erklären wir, woran Sie einen reifen Hokkaido erkennen und wie die Früchte nach der Ernte richtig gelagert werden.
Eigene Bilder: Die Fotos in diesem Beitrag zeigen unseren eigenen Hokkaido-Anbau.
Schwerpunkt: Aussaat, Vorziehen, Pflanzen, Pflege und Ernte
Botanischer Name: Cucurbita maxima
Zuletzt umfassend aktualisiert: 13. September 2026
Hokkaido Kürbis pflanzen – das Wichtigste auf einen Blick
- Vorziehen: etwa ab April im Haus
- Direktsaat: nach den letzten Frösten, meist ab Mitte Mai
- Auspflanzen: bei dauerhaft frostfreier Witterung
- Standort: sonnig, warm und möglichst windgeschützt
- Boden: humos, nährstoffreich und gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe
- Pflanzabstand: je nach Wuchs etwa 1 bis 1,5 Meter
- Platzbedarf: etwa 1,5 bis 2 Quadratmeter pro Pflanze einplanen
- Kübel: möglichst großes Gefäß mit guter Drainage verwenden
- Ernte: meist ab Spätsommer bis Herbst, vor stärkerem Frost
- Schale: beim Hokkaido essbar

Aus unserer Praxis: Der Platzbedarf eines Hokkaido wird beim Pflanzen leicht unterschätzt. Besonders im Hochsommer können sich die Ranken schnell über mehrere Meter ausbreiten. Wer bereits beim Pflanzen festlegt, wohin die Triebe wachsen dürfen, muss sie später seltener umlegen oder zurückführen.
Wann sollte man Hokkaido Kürbis pflanzen?
Hokkaido ist wärmeliebend und frostempfindlich. Deshalb sollten Jungpflanzen nicht zu früh ins Freiland gesetzt werden.
Für den Hobbygarten gibt es zwei Möglichkeiten:
- Hokkaido vorziehen: Die Aussaat im Haus kann etwa im April beginnen. Die Jungpflanzen kommen nach den letzten Frösten ins Freiland.
- Hokkaido direkt aussäen: Eine Aussaat unmittelbar ins Beet ist erst sinnvoll, wenn sich der Boden ausreichend erwärmt hat und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. In vielen Regionen ist das ab Mitte Mai der Fall.
Wer möglichst früh ernten möchte, ist mit vorgezogenen Jungpflanzen meist im Vorteil.
Hokkaido Kalender: Aussaat, Pflanzen, Pflege und Ernte
| Zeitraum | Was ist beim Hokkaido zu tun? |
|---|---|
| April | Hokkaido im Haus vorziehen |
| Mitte Mai | nach Ende der Frostgefahr auspflanzen oder direkt ins Freiland säen |
| Juni bis Juli | gleichmäßig gießen, Nährstoffversorgung sichern und Ranken bei Bedarf lenken |
| August bis Oktober | Fruchtreife kontrollieren und reife Kürbisse ernten |
| Vor stärkerem Frost | verbliebene lagerfähige Früchte einholen |
Der Kalender ist nur eine Orientierung. Aussaat, Wachstum und Ernte können sich je nach Region, Wetter und Sorte verschieben.
Hokkaido Kürbis aussäen und im Haus vorziehen
Für die Anzucht reichen kleine Pflanztöpfe mit lockerer Anzuchterde. Geben Sie pro Topf einen Samen etwa zwei bis drei Zentimeter tief in das Substrat und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass.
Stellen Sie die Töpfe anschließend hell und warm auf. Nach der Keimung benötigen die jungen Kürbispflanzen besonders viel Licht, damit sie kräftig weiterwachsen.
Werden mehrere Samen in einem Gefäß ausgesät, sollten die Jungpflanzen rechtzeitig vereinzelt werden. Praktischer ist es deshalb, direkt einen Samen pro Topf zu verwenden.
Muss man Kürbiskerne vor dem Aussäen einweichen?
Nein. Ein Einweichen ist für die Aussaat nicht zwingend erforderlich. Kürbissamen können direkt in feuchte Anzuchterde gesetzt werden.
Wer die Samen vorher einige Stunden in lauwarmem Wasser quellen lassen möchte, kann dies tun. Entscheidend für eine erfolgreiche Keimung sind vor allem Wärme, Feuchtigkeit und ein geeignetes Substrat.
Hokkaido aus eigenen Kürbiskernen selber ziehen
Grundsätzlich können auch Samen aus selbst geernteten Hokkaido-Kürbissen keimen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die daraus entstehenden Pflanzen und Früchte wieder exakt der ursprünglichen Sorte entsprechen.
Kürbisse werden durch Insekten bestäubt. Wenn in der Umgebung andere geeignete Kürbispflanzen wachsen, können Kreuzungen entstehen. Außerdem können manche Sorten Hybridsorten sein, deren Nachkommen andere Eigenschaften entwickeln.
Wer Wert auf sortentypische Früchte, berechenbaren Wuchs und möglichst zuverlässige Erträge legt, verwendet deshalb am besten geeignetes Saatgut.

Kann selbst gezogener Hokkaido giftig werden?
Bei selbst angebauten Kürbisgewächsen sollte man ungewöhnlich bitter schmeckende Früchte grundsätzlich nicht essen.
Für einen extrem bitteren Geschmack können sogenannte Cucurbitacine verantwortlich sein. Diese Bitterstoffe sind gesundheitsschädlich und werden auch durch Kochen, Braten oder Backen nicht zuverlässig unschädlich gemacht.
Wichtig: Schmeckt ein selbst angebauter Kürbis deutlich oder ungewöhnlich bitter, nicht weiterprobieren und die gesamte Frucht entsorgen.
Hokkaido Jungpflanzen richtig auspflanzen
Bevor vorgezogene Kürbispflanzen dauerhaft ins Beet kommen, sollten sie langsam an die Bedingungen im Freien gewöhnt werden.
Stellen Sie die Jungpflanzen zunächst tagsüber an einen geschützten Platz und vermeiden Sie zu Beginn intensive Mittagssonne und kalte Nächte. Die Zeit im Freien wird schrittweise verlängert.
Erst wenn keine Frostgefahr mehr besteht, werden die Jungpflanzen dauerhaft ausgepflanzt.
Welcher Standort ist für Hokkaido ideal?
Hokkaido Kürbis wächst am besten an einem sonnigen und warmen Standort. Je mehr Sonne die Pflanze bekommt, desto günstiger sind die Bedingungen für Wachstum und Fruchtentwicklung.
Ein windgeschützter Platz ist ebenfalls von Vorteil. Die großen Blätter und langen Triebe bieten Wind viel Angriffsfläche.
Wichtig ist außerdem ausreichend Platz. Hokkaido bildet lange Ranken, die sich mehrere Meter über das Beet oder benachbarte Flächen ausbreiten können.
Welcher Boden eignet sich für Hokkaido Kürbis?
Kürbisse gehören zu den Starkzehrern und benötigen viele Nährstoffe. Ideal ist ein humoser, lockerer und nährstoffreicher Gartenboden.
Vor dem Pflanzen kann reifer Kompost in die obere Bodenschicht eingearbeitet werden. Die Erde sollte Wasser gut speichern können, ohne dauerhaft vernässt zu sein.
Schwere, verdichtete Böden sollten vor der Pflanzung gelockert werden. Bei Staunässe entwickeln sich die Wurzeln schlecht und können Schaden nehmen.
Welcher Pflanzabstand ist bei Hokkaido sinnvoll?
Der Platzbedarf wird beim Kürbisanbau leicht unterschätzt. Zwischen zwei Hokkaido-Pflanzen sollte je nach Sorte und Wuchs ungefähr ein bis 1,5 Meter Abstand bleiben.
Planen Sie pro Pflanze grob etwa 1,5 bis 2 Quadratmeter Fläche ein. Die Ranken können anschließend gezielt in freie Bereiche des Gartens gelenkt werden.
| Anbauform | Empfehlung |
|---|---|
| Gartenbeet | etwa 1 bis 1,5 Meter Abstand zwischen den Pflanzen |
| Hochbeet | möglichst am Rand pflanzen und Ranken nach außen führen |
| Topf oder Kübel | eine Pflanze pro möglichst großem Gefäß |
Hokkaido Kürbis im Topf oder Kübel pflanzen
Auch auf einer Terrasse oder einem größeren Balkon lässt sich Hokkaido anbauen. Dafür braucht die Pflanze allerdings ein ausreichend großes Gefäß.
Je größer der Topf, desto gleichmäßiger lassen sich Wasser und Nährstoffe bereitstellen. Für eine einzelne Pflanze sollte deshalb ein großzügiger Kübel mit viel Erdvolumen gewählt werden.
Besonders wichtig sind:
- Abflusslöcher im Topfboden,
- eine Drainageschicht gegen Staunässe,
- nährstoffreiche Gemüse- oder Kübelpflanzenerde,
- regelmäßiges Gießen und
- ausreichend Platz für die Ranken.
Unsere Erfahrung: Im Kübel wird der Wasserbedarf besonders schnell unterschätzt. An warmen Sommertagen trocknet das Substrat deutlich schneller aus als im Gartenboden. Deshalb ist ein möglichst großes Gefäß deutlich pflegeleichter als ein kleiner Topf.

Hokkaido Kürbis im Hochbeet anbauen
Auch ein Hochbeet eignet sich grundsätzlich für Hokkaido, sofern genügend Nährstoffe und ausreichend Platz für die langen Ranken vorhanden sind.
Eine praktische Möglichkeit besteht darin, die Pflanze am Rand des Hochbeets zu setzen und die Triebe nach außen wachsen zu lassen. So beansprucht die Kürbispflanze nicht die gesamte Beetfläche.
Praxis-Tipp: Im Hochbeet funktioniert Hokkaido besonders gut am Rand. Die Ranken lassen sich von dort nach außen führen, während die übrige Beetfläche für weitere Kulturen verfügbar bleibt.
Wer ein eigenes Hochbeet plant, findet bei VIVAZIN ausführliche Anleitungen zum Hochbeet bauen, zum Hochbeet richtig befüllen und zum Hochbeet bepflanzen.
Hokkaido richtig gießen
Durch seine großen Blätter verdunstet ein Kürbis an warmen Sommertagen viel Wasser. Deshalb sollte der Boden möglichst gleichmäßig feucht bleiben.
Wie oft tatsächlich gegossen werden muss, hängt von Wetter, Bodenart, Standort und davon ab, ob der Kürbis im Beet oder Kübel wächst. Eine pauschale Vorgabe wie „jeden Tag“ ist deshalb wenig sinnvoll.
Kontrollieren Sie stattdessen die Erde. Ist sie im Wurzelbereich trocken, wird gründlich gewässert.
Gießen Sie möglichst direkt an den Boden und nicht dauerhaft über die Blätter. Das hält das Laub trockener und kann das Risiko von Pilzerkrankungen reduzieren.
Mulchen spart Wasser
Eine Mulchschicht aus geeignetem organischem Material kann die Verdunstung reduzieren und den Boden länger feucht halten.
Gleichzeitig liegen sich entwickelnde Kürbisse nicht direkt auf feuchter Erde. Unter einzelne Früchte kann bei Bedarf zusätzlich ein trockenes Brett oder anderes geeignetes Material gelegt werden.
Hokkaido düngen – wie viele Nährstoffe braucht die Pflanze?
Hokkaido zählt zu den Starkzehrern. Eine gute Grundversorgung mit reifem Kompost ist deshalb sinnvoll.
Während der Wachstums- und Fruchtbildungsphase kann je nach Boden und vorhandener Nährstoffversorgung zusätzlich organisch gedüngt werden. Bei gekauften Düngemitteln sollte die Dosierung des Herstellers beachtet werden.
Mehr Dünger ist nicht automatisch besser. Eine übermäßige Stickstoffversorgung kann sehr viel Blatt- und Triebwachstum fördern, ohne dass entsprechend mehr Früchte entstehen.
Hokkaido Mischkultur – welche Pflanzen passen dazu?
Bei der Mischkultur mit Kürbis sollte man sich nicht ausschließlich auf starre Listen angeblich guter oder schlechter Nachbarn verlassen.
Wichtiger sind ausreichend Platz, Licht, Wasser und Nährstoffe. Stark wachsende Pflanzen können sich gegenseitig beschatten oder um Wasser und Nährstoffe konkurrieren.
Hokkaido benötigt selbst sehr viel Fläche. Kleinere Begleitpflanzen sollten deshalb so gesetzt werden, dass sie nicht vollständig von den Kürbisranken überwachsen werden.
Andere Kürbisgewächse können grundsätzlich in der Nähe wachsen. Wer jedoch eigenes Saatgut gewinnen möchte, sollte mögliche Kreuzungen bei der Samenvermehrung berücksichtigen.
Muss man Hokkaido Kürbis schneiden?
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist normalerweise nicht notwendig.
Die langen Ranken können im Garten gezielt gelenkt werden. Stören einzelne Triebe erheblich oder wird der Platz knapp, kann ein vorsichtiger Rückschnitt sinnvoll sein. Er ist aber keine Voraussetzung für eine gute Ernte.
Gesunde Blätter sollten nicht unnötig entfernt werden, da die Pflanze sie für die Photosynthese und damit für die Entwicklung der Früchte benötigt.
Braucht Hokkaido eine Rankhilfe?
Hokkaido wächst normalerweise problemlos über den Boden. Eine Rankhilfe ist daher nicht zwingend notwendig.
Bei begrenztem Platz kann die Pflanze jedoch an einem stabilen Gerüst geführt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Früchte ein erhebliches Gewicht erreichen können. Rankhilfe und Befestigung müssen entsprechend stabil sein.
Schwere Früchte können bei vertikalem Anbau zusätzlich abgestützt werden.
Blüten und Bestäubung beim Hokkaido
Kürbispflanzen bilden männliche und weibliche Blüten. Weibliche Blüten erkennt man an dem kleinen Fruchtansatz direkt hinter der Blüte.
Die Bestäubung übernehmen normalerweise Bienen und andere Insekten. Entwickeln sich trotz vieler Blüten kaum Früchte, kann eine unzureichende Bestäubung eine Ursache sein.
In diesem Fall lässt sich vorsichtig von Hand nachhelfen: Pollen einer geöffneten männlichen Blüte werden auf die Narbe einer weiblichen Blüte übertragen.
Schnecken, Mehltau und andere Probleme
Vor allem junge Kürbispflanzen sind für Schnecken attraktiv. In den ersten Wochen nach dem Auspflanzen lohnt sich deshalb ein besonders genauer Blick auf die Jungpflanzen.
Ein Schneckenkragen oder anderer geeigneter Schneckenschutz kann helfen.
Echter und Falscher Mehltau
Bei Kürbisgewächsen können im Laufe der Saison verschiedene Mehltau-Erkrankungen auftreten. Weißlicher, zunächst eher oberflächlicher Belag ist typisch für Echten Mehltau. Falscher Mehltau zeigt sich anders und tritt besonders bei feuchteren Bedingungen auf.
Ausreichend Pflanzabstand, gute Luftzirkulation und das Gießen direkt am Boden sind grundsätzlich sinnvoll.
Gegen Ende der Saison bedeutet ein zunehmender Mehltaubefall nicht automatisch, dass die Ernte verloren ist. Entscheidend ist, wie weit die Früchte bereits ausgereift sind.
Fruchtfäule vermeiden
Liegen Kürbisse längere Zeit auf dauerhaft feuchtem Boden, kann die Kontaktstelle anfälliger für Fäulnis werden. Bei sehr feuchten Standorten kann eine trockene Unterlage unter der Frucht sinnvoll sein.
Wann ist Hokkaido Kürbis reif?
Hokkaido wird je nach Aussaattermin, Sorte, Standort und Wetter meist ab Spätsommer beziehungsweise im Herbst erntereif.
Mehrere Merkmale helfen bei der Beurteilung:
- Die Frucht besitzt ihre sortentypische kräftige Färbung.
- Die Schale ist fest und lässt sich nicht mehr leicht mit dem Fingernagel verletzen.
- Der Stiel wird trocken, hart und zunehmend verkorkt.
- Beim Klopfen kann ein reifer Kürbis eher hohl oder dumpf klingen.
Der Klopftest allein sollte nicht das einzige Reifekriterium sein. Farbe, Schale und Stiel liefern zusammen eine bessere Einschätzung.
Hokkaido richtig ernten
Schneiden Sie die reife Frucht mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere ab und lassen Sie einen Teil des Stiels am Kürbis.
Der Stiel sollte möglichst nicht herausgebrochen werden. Verletzungen an Schale oder Stielansatz verkürzen die Lagerfähigkeit.
Spätestens vor stärkerem Frost sollten lagerfähige Winterkürbisse geerntet werden.
Was tun, wenn Nachtfrost angekündigt ist?
Sind die Früchte bereits weitgehend ausgereift, sollten sie vor stärkerem Frost geerntet werden. Frost kann die Schale und das Fruchtfleisch schädigen und dadurch die Lagerfähigkeit deutlich reduzieren.
Noch sehr unreife Früchte erreichen nach einer zu frühen Ernte nicht immer dieselbe Qualität wie vollständig am Stock ausgereifte Kürbisse.
Können unreife Hokkaido Kürbisse nachreifen?
Leicht unreife und unbeschädigte Winterkürbisse können an einem trockenen und warmen Ort noch etwas nachreifen.
Vollständig unreife Früchte erreichen jedoch nicht immer dieselbe Qualität und Lagerfähigkeit wie ausgereifte Kürbisse.
Hokkaido Kürbis richtig lagern
Gut ausgereifte, unbeschädigte Hokkaido-Kürbisse lassen sich je nach Sorte mehrere Monate lagern.
Geeignet ist ein trockener, dunkler und luftiger Raum. Für Winterkürbisse ist ein eher kühler, aber frostfreier Lagerplatz günstig.
Lagern Sie die Früchte möglichst einzeln beziehungsweise so, dass sie sich nicht gegenseitig drücken. Kontrollieren Sie die Kürbisse regelmäßig auf weiche Stellen oder beginnende Fäulnis.
Beschädigte Früchte sollten zuerst verarbeitet werden und eignen sich weniger für eine lange Lagerung.
Muss man Hokkaido Kürbis schälen?
Nein. Einer der großen Vorteile des Hokkaido ist seine essbare Schale.
Waschen Sie den Kürbis gründlich, entfernen Sie den Stiel, halbieren Sie die Frucht und nehmen Sie Kerne sowie faseriges Gewebe heraus.
Beim Kochen oder Backen wird die Schale weich und kann zusammen mit dem Fruchtfleisch gegessen werden.
Hokkaido eignet sich beispielsweise für Kürbissuppe, Ofengemüse, Curry, Risotto, Aufläufe oder Kürbispüree.
Die häufigsten Fehler beim Hokkaido-Anbau
- Zu früh auspflanzen: Hokkaido verträgt keinen Frost.
- Zu wenig Platz: Die langen Ranken benötigen erheblich mehr Fläche als viele Gemüsepflanzen.
- Schattiger Standort: Kürbisse bevorzugen viel Sonne und Wärme.
- Nährstoffarmer Boden: Als Starkzehrer benötigt Hokkaido eine gute Versorgung.
- Staunässe: Gleichmäßige Feuchtigkeit ist wichtig, dauerhaft nasse Wurzeln sind problematisch.
- Nur oberflächlich gießen: Besser gründlich wässern als den Boden immer nur oberflächlich anzufeuchten.
- Zu kleiner Topf: Im Kübel fehlen sonst schnell Wasser, Nährstoffe und Wurzelraum.
- Jeden langen Trieb abschneiden: Ein pauschaler Rückschnitt ist nicht notwendig.
- Bitter schmeckende Früchte verwenden: Stark bittere Kürbisse gehören nicht auf den Teller.
Häufige Fragen zum Hokkaido Kürbis pflanzen
Wann kann man Hokkaido Kürbis aussäen?
Für die Voranzucht eignet sich etwa der April. Direkt ins Freiland sollte Hokkaido erst nach den letzten Frösten und bei ausreichend erwärmtem Boden gesät werden, meist ab Mitte Mai.
Wann darf Hokkaido ins Freiland?
Erst wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. In vielen Regionen Deutschlands ist dies nach den Eisheiligen der Fall. Entscheidend bleibt aber die tatsächliche Wetterlage.
Wie tief werden Hokkaido-Samen ausgesät?
Etwa zwei bis drei Zentimeter tief sind für die Anzucht ein guter Richtwert. Anschließend wird die Erde gleichmäßig feucht gehalten.
Wie viel Abstand brauchen Hokkaido-Pflanzen?
Je nach Sorte und Wuchs sollten ungefähr 1 bis 1,5 Meter Abstand eingeplant werden. Stark rankende Pflanzen benötigen entsprechend mehr Platz.
Kann man Hokkaido im Topf pflanzen?
Ja. Der Kübel muss allerdings groß genug sein, eine gute Drainage besitzen und regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden.
Kann man Hokkaido im Hochbeet pflanzen?
Ja. Besonders praktisch ist ein Platz am Rand, sodass die langen Ranken aus dem Hochbeet herauswachsen können.
Kann man Hokkaido aus gekauften Kürbiskernen ziehen?
Samen aus einem Speisekürbis können grundsätzlich keimen. Die daraus entstehenden Pflanzen müssen jedoch nicht sortenecht sein. Für einen möglichst berechenbaren Anbau ist geeignetes Saatgut die sicherere Wahl.
Ist selbst gezogener Hokkaido giftig?
Hokkaido aus dem eigenen Garten ist nicht automatisch giftig. Schmeckt eine Frucht jedoch ungewöhnlich oder stark bitter, sollte sie nicht gegessen werden.
Wie oft muss man Hokkaido gießen?
Das hängt von Wetter, Boden und Gefäßgröße ab. Entscheidend ist eine möglichst gleichmäßige Bodenfeuchte. Bei Hitze und beim Anbau im Kübel kann wesentlich häufiger gegossen werden müssen als bei kühlem Wetter im Gartenboden.
Wann kann man Hokkaido ernten?
Je nach Aussaat, Sorte und Wetter beginnt die Ernte meist ab Spätsommer und reicht in den Herbst. Die Früchte sollten vor stärkeren Frösten eingebracht werden.
Wie erkennt man einen reifen Hokkaido?
Typische Zeichen sind die sortentypische Farbe, eine harte Schale und ein trockener, verkorkter Stiel. Ein eher hohler Klang beim Klopfen kann ein zusätzliches Indiz sein.
Wie lange kann man Hokkaido lagern?
Ausgereifte und unbeschädigte Früchte können je nach Sorte und Lagerbedingungen mehrere Monate haltbar sein. Ideal sind ein trockener, dunkler und luftiger Lagerplatz sowie regelmäßige Kontrollen.
Muss Hokkaido geschält werden?
Nein. Die Schale des Hokkaido ist essbar und wird beim Garen weich.
Unser Fazit: Hokkaido lässt sich auch von Gartenanfängern anbauen
Hokkaido Kürbis ist eine dankbare Kultur für den eigenen Garten, wenn einige Grundbedingungen stimmen: viel Sonne, ausreichend Platz, nährstoffreicher Boden und eine zuverlässige Wasserversorgung.
Wer die Pflanzen im April vorzieht und nach den letzten Frösten ins Freiland setzt, verschafft ihnen einen guten Start in die Gartensaison. Auch der Anbau im großen Kübel oder am Rand eines Hochbeets ist möglich.
Besonders wichtig ist es, den Platzbedarf nicht zu unterschätzen. Die langen Ranken benötigen deutlich mehr Raum als viele klassische Gemüsekulturen.
Ist die Frucht im Herbst vollständig ausgereift, lässt sich Hokkaido nicht nur frisch verwenden, sondern bei passenden Bedingungen auch mehrere Monate lagern. Und weil die Schale beim Hokkaido mitgegessen werden kann, ist er nach der Ernte besonders unkompliziert in der Küche.

(c) Andreas Böttger
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