Udo Schenk – Schauspieler und Synchronsprecher im Interview
Udo Schenk ist seit Jahrzehnten als Schauspieler und Synchronsprecher erfolgreich. Vielen Fernsehzuschauern ist er als Dr. Rolf Kaminski aus der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ vertraut. Filmfans kennen vor allem seine markante Stimme: Udo Schenk synchronisiert internationale Schauspieler wie Ralph Fiennes, Gary Oldman und Kevin Bacon. Als deutsche Stimme von Ralph Fiennes spricht er unter anderem Lord Voldemort in den „Harry Potter“-Filmen.
VIVAZIN traf Udo Schenk zu einem persönlichen Gespräch. Im Interview erzählt er, wie er zum Synchronsprecher wurde, was die Arbeit im Tonstudio von der Schauspielerei unterscheidet und welche Rolle klassische Musik in seinem Leben spielt. Anlass für das Gespräch war eine außergewöhnliche Zusammenarbeit: Gemeinsam mit einem Kammerorchester brachte Udo Schenk Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ auf die Konzertbühne.
Erstveröffentlicht: 1. Dezember 2021 · Aktualisiert: 13. September 2026
Redaktionelle Bearbeitung: VIVAZIN.DE
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Udo Schenk auf einen Blick
- Geboren: 11. April 1953 in Wittenberge
- Beruf: Schauspieler, Synchronsprecher und Hörspielsprecher
- Bekannte TV-Rolle: Dr. Rolf Kaminski in „In aller Freundschaft“
- Bekannte Synchronstimmen: Ralph Fiennes, Gary Oldman, Kevin Bacon und Ray Liotta
- Harry Potter: Deutsche Stimme von Ralph Fiennes als Lord Voldemort
- Gary Oldman: unter anderem deutsche Stimme von Winston Churchill in „Die dunkelste Stunde“
- Ausbildung: Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig
- Synchronarbeit: 1.429 dokumentierte Sprechrollen laut Deutscher Synchronkartei (Stand September 2026)
- Auszeichnung: Ehrenbürger seiner Heimatstadt Wittenberge seit 2019
- Aktuell: Auch 2026 weiterhin als Dr. Rolf Kaminski und als Synchronsprecher tätig
Udo Schenk als Schauspieler und Synchronsprecher
Udo Schenk wurde 1953 in Wittenberge geboren. Nach dem Abitur entschied er sich gegen einen angebotenen Studienplatz für Chemische Verfahrenstechnik und für die Schauspielerei. An der damaligen Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig absolvierte er sein Schauspielstudium, das er mit Diplom und Auszeichnung abschloss.
Direkt nach dem Studium wurde Udo Schenk an das Maxim-Gorki-Theater in Berlin engagiert, wo er zehn Jahre zum Ensemble gehörte. In dieser Zeit gastierte er außerdem am Deutschen Theater Berlin. 1985 verließ er die DDR und setzte seine Karriere in der Bundesrepublik fort. Neben Engagements auf großen Theaterbühnen folgten zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen.
Einem breiten Fernsehpublikum ist Udo Schenk insbesondere als Dr. Rolf Kaminski in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ bekannt. Die Rolle spielt er seit 2007. Auch 2026 gehört Dr. Kaminski weiterhin zum Ensemble der Serie.
Am 5. Juni 2019 wurde Udo Schenk zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Wittenberge ernannt.
Welche Schauspieler synchronisiert Udo Schenk?
Mindestens ebenso bekannt wie sein Gesicht ist die Stimme von Udo Schenk. Seit Mitte der 1980er-Jahre arbeitet der Schauspieler auch in der Filmsynchronisation. Besonders eng verbunden ist seine Stimme mit Ralph Fiennes, Gary Oldman und Kevin Bacon. Über viele Jahre synchronisierte er zudem Ray Liotta.
| Schauspieler | Beispiele mit Udo Schenks Stimme |
|---|---|
| Ralph Fiennes | Lord Voldemort in „Harry Potter“, „Konklave“, „28 Years Later“, „The Choral – Stimmen der Hoffnung“ sowie „28 Years Later – The Bone Temple“ (2026) |
| Gary Oldman | „Das fünfte Element“, „The Dark Knight“, „Die dunkelste Stunde“ als Winston Churchill, „Oppenheimer“, „Parthenope“ sowie „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“ |
| Kevin Bacon | „Sleepers“, „MaXXXine“, „The Best You Can“ sowie die Serie „Sirens“ |
| Ray Liotta | unter anderem „GoodFellas“, „Cop Land“, „Cocaine Bear“ und „In with the Devil“ |
Quelle: Deutsche Synchronkartei, geprüft im September 2026.
Auch 2025 und 2026 bleibt Udo Schenk als Synchronsprecher stark präsent. Zu seinen jüngsten dokumentierten Arbeiten gehören erneut Rollen von Ralph Fiennes und Kevin Bacon. 2026 spricht er Ralph Fiennes als Dr. Ian Kelson in „28 Years Later – The Bone Temple“. Bereits 2025 war er als deutsche Stimme von Ralph Fiennes in „The Choral – Stimmen der Hoffnung“ und von Kevin Bacon in „The Best You Can“ zu hören.
Auch im Serienbereich ist Schenk weiterhin präsent: In „Sirens“ spricht er Kevin Bacon als Peter Kell. Gary Oldman begleitet er als Jackson Lamb in „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“. Die Deutsche Synchronkartei führt Udo Schenk im September 2026 mit insgesamt 1.429 dokumentierten Sprechrollen.
Udo Schenk als deutsche Stimme von Lord Voldemort
Eine besonders bekannte Synchronrolle ist Ralph Fiennes als Lord Voldemort in den „Harry Potter“-Filmen. Udo Schenk spricht den britischen Schauspieler in der Rolle des dunklen Zauberers in der deutschen Fassung.
Auch Gary Oldman gehört zu den Schauspielern, die Schenk regelmäßig synchronisiert. Als Sirius Black ist Oldman in den „Harry Potter“-Filmen allerdings mit der deutschen Stimme von Pierre Peters-Arnolds zu hören.
Udo Schenk als deutsche Stimme von Winston Churchill
Eine weitere markante Synchronrolle ist Gary Oldman als Winston Churchill im Film „Die dunkelste Stunde“. In der deutschen Fassung spricht Udo Schenk den britischen Premierminister.
Gary Oldman gehört seit vielen Jahren zu den Schauspielern, denen Schenk regelmäßig seine Stimme leiht. Zu den weiteren bekannten Produktionen dieser Verbindung gehören unter anderem „Das fünfte Element“, „The Dark Knight“, „Oppenheimer“ und die Serie „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“.
Udo Schenk im Interview: Wie wurde er Synchronsprecher?
Im persönlichen Gespräch mit VIVAZIN erzählt Udo Schenk, wie ihn seine Arbeit als Schauspieler schließlich auch ins Synchronstudio führte. Regisseure aus dem Film- und Synchronbereich besuchten Theateraufführungen und wurden dabei auf Schauspieler aufmerksam, deren Stimme und Ausdruck besonders gut zu einer Rolle passen könnten.
Udo Schenk erinnert sich:
„Regisseure aus dem Film- und Synchronbereich gehen ins Theater und schauen sich Schauspieler auf der Bühne an. Sie hören die Stimmfarbe, durch die eine Rolle lebendig wird. Es war wohl so, dass ein Regisseur in meiner Stimmfarbe und ihrem Klang etwas Besonderes hörte und ich mein erstes Engagement als Synchronsprecher erhielt.“
Wie funktioniert Synchronsprechen?
Eine markante Stimme allein reicht jedoch nicht aus. Beim Synchronisieren sind schauspielerisches Können, präzises Timing und technisches Verständnis gleichermaßen gefragt. Im Interview beschreibt Udo Schenk, worauf es bei der Arbeit im Synchronstudio ankommt:
„Bei dieser Arbeit sind technische, wie auch handwerkliche Fähigkeiten gefordert. Das macht Spaß. Der Film wird in viele kleine Stücke, die sogenannten Takes zerlegt.
Die Herausforderung beim Synchronsprechen besteht darin, dass man nicht die komplette Szene, sondern immer nur einen Teil der Handlung, also den Take, sieht.
Hier gilt es, die Empfindungen des Schauspielers zu spüren, die Emotionen in die Stimme zu legen, das eigene schauspielerische Können anzuwenden, auf den Punkt zu sprechen und mit den technischen Anforderungen synchron zu sein. Nicht zu lang, nicht zu kurz.“
Udo Schenk als Hörspiel- und Hörbuchsprecher
Neben seiner Arbeit als Schauspieler und Synchronsprecher ist Udo Schenk auch als Hörspiel- und Hörbuchsprecher tätig. Anders als beim Synchronisieren gibt dabei kein Film die Bilder, Bewegungen und das Timing vor. Allein mit seiner Stimme muss der Sprecher Figuren, Stimmungen und Bilder im Kopf des Zuhörers entstehen lassen.
Im persönlichen Interview mit Andreas Böttger für VIVAZIN beschreibt Udo Schenk diese Arbeit so:
„Beim Einsprechen von Hörbüchern ist das Mikrofon mein Publikum. Der Sinn dahinter ist es, dass der Zuhörer das Gefühl hat, ich lese nur für ihn das Buch.
Bevor ich mit der Arbeit als Hörbuchsprecher beginne, arbeite ich ein Manuskript, das vielleicht 400 Seiten umfasst, durch. Man muss das Manuskript mehrfach lesen, um es für sich zu verinnerlichen. Mit vielen Zeichen markiere ich mir den Text, um diese Markierungen beim Lesen mit einfließen zu lassen.“
Damit unterscheidet sich die Arbeit am Hörbuch deutlich vom Synchronstudio – und zeigt zugleich, wie stark Schenks unterschiedliche Tätigkeiten von seinem schauspielerischen Verständnis geprägt sind.
Udo Schenk und Vivaldi – eine ungewöhnliche Konzertbegegnung
Eine weniger bekannte Seite des Schauspielers und Synchronsprechers zeigte sich auf der Konzertbühne. Im Dresdner Kulturpalast rezitierte Udo Schenk 2018 die Sonette zu Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“. Dabei traf seine unverwechselbare Stimme auf eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik.
Vivaldis vier Violinkonzerte erzählen musikalisch vom Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Vogelstimmen, Gewitter, Hitze, Erntefeste und winterliche Kälte werden in der Musik beinahe bildhaft hörbar. Die zu den Jahreszeiten gehörenden Sonette greifen diese Stimmungen sprachlich auf. Durch Udo Schenks Rezitation erhielt die Aufführung eine zusätzliche Ebene: Musik und gesprochenes Wort ergänzten sich zu einer gemeinsamen Erzählung.
Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Michael Maciaszczyk?
Die Idee, Udo Schenk mit Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ auf die Konzertbühne zu bringen, entstand bei Violinist und Konzertmeister Michael Maciaszczyk. Für die Sonette zu den vier Jahreszeiten suchte er einen Schauspieler mit einer unverwechselbaren Stimme.
Im Interview mit Andreas Böttger erinnert sich Udo Schenk an die Entstehung der Zusammenarbeit:
„Michael Maciaszczyk lebt ja in Österreich. Er hat mich in irgendeinem Film als Schauspieler oder Synchronstimme wahrgenommen und hat sich vielleicht aus Neugierde erkundigt, wer hinter der Stimme von Gary Oldman, Ralph Fiennes oder Ray Liotta steht. So ist er auf meinen Namen gestoßen und er hat die Idee gehabt, einen Schauspieler zu finden, der die Sonette für die vier Jahreszeiten spricht. Eines Tages bekam ich von Andreas Böttger von der Künstleragentur BÖTTGER MANAGEMENT einen Anruf mit der Bitte von Michael Maciaszczyk, die Sonette von Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ zu sprechen. Da habe ich sehr gerne zugesagt.“
Am 31. Oktober 2018 trafen Udo Schenk und Michael Maciaszczyk bei der Aufführung im Dresdner Kulturpalast erstmals persönlich aufeinander. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine weitere Zusammenarbeit mit dem CONCERTINO CHAMBER ORCHESTRA.

Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ mit Udo Schenk
Wie diese Verbindung aus Orchestermusik, Solovioline und der markanten Stimme von Udo Schenk wirkt, zeigt der folgende Konzertmitschnitt:
Welche Eindrücke hatte Udo Schenk bei der Premiere in Dresden?
Die Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester war nicht nur für das Publikum ungewöhnlich. Auch für Udo Schenk unterschied sich diese Konzertbühne deutlich von seinen bisherigen Erfahrungen als Schauspieler.
„Bei der Premiere im Kulturpalast Dresden rezitierte ich die Sonette der vier Jahreszeiten auf der Bühne vor 1.500 Zuschauern. Die Eindrücke waren für mich insofern neu, weil meine Theateraufführungen der letzten Jahrzehnte pro Abend im Kölner Schauspielhaus vor ca. 900 Gästen gespielt wurden.“
Nicht allein die Größe des Publikums machte den Abend für ihn besonders. Auch die direkte Verbindung zu den Zuhörern erlebte Schenk anders als auf einer klassischen Theaterbühne:
„Aber auch das Sprechen in so einem großen Saal, wie dem Dresdner Kulturpalast mit der eindrucksvollen Akustik, war ein neuer Eindruck.
Anders, als in einer Theateraufführung, wo man nicht ins Publikum schaut. Hier war gefordert, ins Publikum zu blicken und die Zuhörer anzuschauen. Das war neu, eine sehr schöne Erfahrung.
Während dem Sprechen habe ich ausschließlich in freudige und gespannte Gesichter geschaut. Am Ende des Konzertes hatte sich gezeigt, dass wir offensichtlich eine gute Symbiose eingegangen waren:
Das Orchester, der Maestro und ich – mit meinen 4 Sonetten.“
Das Publikum reagierte mit großem Applaus und Standing Ovations. Aus der ersten Begegnung entwickelte sich anschließend eine weitere Zusammenarbeit.

Welchen Bezug hat Udo Schenk zur klassischen Musik?
Klassische Musik war für Udo Schenk bereits lange vor der Zusammenarbeit mit Michael Maciaszczyk ein Bestandteil seiner Arbeit als Schauspieler.
„Also wenn man als Schauspieler unterwegs ist, bleibt das sowieso nicht aus. Am Theater kommt man sowieso mit der klassischen Musik in Berührung. Musik ist etwas Schönes.“
Während seiner Ausbildung und seiner Theaterzeit begegnete Schenk nicht nur Schauspiel und klassischer Literatur, sondern auch Musik und Ballett. Gerade seine Studienzeit nutzte er, um diese Welt näher kennenzulernen:
„Als Student in Chemnitz musste ich nicht bezahlen, wenn ich mal ins Ballett oder ins Konzert gehen wollte. So habe ich das natürlich auch für mich genutzt und habe mir viele Konzerte und Ballettinszenierungen angeschaut. Ich wäre blöd gewesen, wenn ich das nicht gemacht hätte. Und so ist auch das vielleicht wenige oder bescheidene Interesse an der klassischen Musik gewachsen.“
Auf die Frage nach besonderen Lieblingskomponisten antwortet Udo Schenk ebenso unkompliziert wie persönlich:
„Nein, das würde ich nicht so sagen. Ich höre Schlager, manchmal Rockmusik. Aber eben auch klassische Musik – alles zu seiner Zeit.“
Mehr über Antonio Vivaldi finden Sie auch im VIVAZIN-Beitrag „Vivaldi Musik – von Pflanzen geliebt“.
Vom Dresdner Kulturpalast zur Konzerttournee
Die Premiere im Dresdner Kulturpalast blieb nicht bei einem einmaligen Projekt. Aus der Zusammenarbeit entwickelte sich eine Konzertproduktion, mit der Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ anschließend auch an weiteren Spielorten aufgeführt wurden.
Udo Schenk übernahm dabei die Rezitation der Sonette zu den einzelnen Jahreszeiten. Seine unverwechselbare Stimme wurde damit Teil eines musikalischen Gesamterlebnisses aus Orchester, Solovioline und gesprochenem Wort.

Die Konzertarbeit zeigt noch einmal eine andere Seite des Schauspielers: Neben Film und Fernsehen, Synchronisation sowie Hörspiel und Hörbuch kann seine Stimme auch im Zusammenspiel mit klassischer Musik eine ganz eigene Wirkung entfalten.
Häufige Fragen zu Udo Schenk
Wer ist Udo Schenk?
Udo Schenk ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Hörspielsprecher. Einem breiten Fernsehpublikum ist er vor allem als Dr. Rolf Kaminski aus der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ bekannt. Darüber hinaus gehört er seit Jahrzehnten zu den bekannten deutschen Synchronsprechern.
Welche Schauspieler synchronisiert Udo Schenk?
Zu den Schauspielern, denen Udo Schenk regelmäßig seine deutsche Stimme leiht, gehören insbesondere Ralph Fiennes, Gary Oldman und Kevin Bacon. Über viele Jahre synchronisierte er außerdem Ray Liotta.
Wen synchronisiert Udo Schenk aktuell?
Auch 2025 und 2026 ist Udo Schenk weiterhin als Synchronsprecher aktiv. Zu seinen jüngsten dokumentierten Arbeiten gehören Ralph Fiennes in „28 Years Later – The Bone Temple“ und „The Choral – Stimmen der Hoffnung“, Kevin Bacon in „The Best You Can“ sowie Serienrollen für Kevin Bacon in „Sirens“ und Gary Oldman in „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“.
Wie viele Synchronrollen hat Udo Schenk gesprochen?
Die Deutsche Synchronkartei führt Udo Schenk im September 2026 mit 1.429 dokumentierten Sprechrollen. Damit zählt seine Synchronarbeit seit Jahrzehnten zu den umfangreichsten Bestandteilen seiner Karriere.
Ist Udo Schenk die deutsche Stimme von Lord Voldemort?
Ja. Udo Schenk spricht Ralph Fiennes in dessen Rolle als Lord Voldemort in den deutschen Fassungen der „Harry Potter“-Filme.
Spricht Udo Schenk auch Gary Oldman?
Ja. Gary Oldman gehört zu den Schauspielern, die Udo Schenk besonders häufig synchronisiert. Schenk ist in zahlreichen Filmen und Serien als deutsche Stimme Oldmans zu hören. Eine bekannte Ausnahme bilden die „Harry Potter“-Filme: Als Sirius Black wird Gary Oldman dort von Pierre Peters-Arnolds gesprochen.
Spricht Udo Schenk Winston Churchill?
Ja. Im Film „Die dunkelste Stunde“ spricht Udo Schenk Gary Oldman in der Rolle des britischen Premierministers Winston Churchill.
Spricht Udo Schenk Gary Oldman in „Slow Horses“?
Ja. In der Serie „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“ spricht Udo Schenk Gary Oldman als Jackson Lamb in der deutschen Fassung.
Wen spielt Udo Schenk in „In aller Freundschaft“?
Udo Schenk spielt in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ den Urologen Dr. Rolf Kaminski. Die Figur gehört seit 2007 zu den bekannten Charakteren der Sachsenklinik und ist auch 2026 weiterhin in der Serie zu sehen.
Ist Udo Schenk auch Hörspiel- und Hörbuchsprecher?
Ja. Neben seiner Arbeit für Film, Fernsehen und Synchronisation ist Udo Schenk auch als Hörspiel- und Hörbuchsprecher tätig. Im Unterschied zum Synchronsprechen kann er dabei mit Stimme, Sprache und Interpretation arbeiten, ohne sich an die Lippenbewegungen eines Schauspielers halten zu müssen.
Udo Schenk – eine Stimme mit hohem Wiedererkennungswert
Ob vor der Kamera, auf der Theaterbühne, im Synchronstudio oder bei einer Konzertlesung: Udo Schenk verbindet seine unterschiedlichen Tätigkeiten mit seiner Erfahrung als Schauspieler. Gerade seine markante Stimme hat dafür gesorgt, dass ihn viele Menschen erkennen, ohne zunächst sein Gesicht vor Augen zu haben.
Das persönliche Gespräch mit VIVAZIN-Herausgeber Andreas Böttger zeigte zugleich eine weitere Seite des Künstlers: einen Schauspieler und Sprecher, der auch nach Jahrzehnten vor Kamera und Mikrofon offen für ungewöhnliche Projekte und neue Ausdrucksformen geblieben ist.
Von Dr. Rolf Kaminski in „In aller Freundschaft“ über die deutschen Stimmen von Ralph Fiennes und Gary Oldman bis zu Winston Churchill, Lord Voldemort und der Rezitation von Vivaldis Sonetten auf der Konzertbühne reicht ein bemerkenswert vielseitiges Spektrum. Gerade diese Verbindung aus Schauspiel, Stimme und persönlicher Bühnenpräsenz macht Udo Schenk unverwechselbar.
Redaktioneller Hinweis
Das persönliche Interview mit Udo Schenk führte Andreas Böttger, Herausgeber von VIVAZIN.DE. Angaben zu aktuellen Synchronrollen und zur Zahl der dokumentierten Sprechrollen wurden im September 2026 anhand der Deutschen Synchronkartei überprüft. Der aktuelle Serienstatus von Dr. Rolf Kaminski wurde anhand der MDR-Programminformationen geprüft.
Ein weiteres persönliches Künstlergespräch finden Sie in unserem
Interview mit Lisa Eckhart.
Weitere Interviews, Premierenberichte und Kulturthemen finden Sie in der VIVAZIN-Rubrik
Kunst & Kultur.

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